Manaslu – „Berg der Seele“ 8000er-Gipfel : Zwischen Qual und Leidenschaft

Die Welt der Achttausender gehört nicht allein den Alpinprofis. Es sind fünf „ganz normale“ Bergsteiger, die auf den achthöchsten Gipfel der Welt – den 8163 Meter hohen Manaslu – klettern wollen. So ist es auch keine Heldengeschichte, die der Höhenalpinist Folkert Lenz in seiner Audiovisionsschau erzählt. Die Strapazen und Torturen, die solch ein Trip in dünner Luft mit sich bringt, bleiben nicht außen vor. Und es ist eine Beschreibung der sprichwörtlichen Gratwanderung zwischen Erfolg und Scheitern. Mit faszinierenden Bildern aus dem Himalaja berichtet der Outdoor-Fotograf über die Skiexpedition – häufig mit Augenzwinkern und einer ordentlichen Portion Selbstironie.

Termin am Di, 25.01., 20 Uhr. Eintritt 6 Euro in der Linie7

Die Besteigung des Gipfels in Nepal gilt als anspruchsvoll, denn der Manaslu ist wegen seiner Steilheit, gefährlicher Lawinen und Eisabbrüche sowie des äußerst wechselhaften Wetters berüchtigt. Das Fünferteam hat sich außerdem vorgenommen, keine Träger- oder Helferdienste der Sherpas am Berg in Anspruch zu nehmen. Auch der Einsatz von künstlichem Sauerstoff ist Tabu. Eine sportliche und ehrliche Begehung also im so genannten alpinen Stil, die Folkert Lenz mit Originaltönen der Expeditionsteilnehmer auch akustisch dokumentiert. Der Gipfelgang schließlich: Ein Balanceakt am Seil.

 

Daneben lernt der Zuschauer den Speiseplan in einem Basislager kennen. Er erfährt, warum im Himalaja auch Atheisten nicht ohne Beistand eines buddhistischen Abtes bergsteigen gehen, wie man mit fairen Mitteln einen Achttausender bezwingt oder wann selbst durchtrainierten Kerlen die Luft wegbleibt und was sie dagegen tun. Auch der harte und ärmliche Alltag der Menschen in der zivilisationsfernen Gurkha-Himal-Region wird im Vortrag zum Thema. Außerdem stellt der Bergjournalist den legendären Manaslu-Trek vor, eine Zwei-Wochen-Wanderung an der nepalesisch-tibetischen Grenze sowie in das benachbarte Annapurna-Gebiet.

 

Ein anderer Höhepunkt ist die Darstellung des religiösen Lebens in dem Himalaja-Staat: Staunen bei Besuchen in Klöstern und den weltberühmten Tempelanlagen von Kathmandu. Mit farbenfrohen Motiven von hinduistischen Sadus, buddhistischen Mönchen und ihren Zeremonien rundet Folkert Lenz seine Ton-Bild-Schau ab.